Sexualität und Paartherapie

 

„Sex ist nicht einfach nur Sex – nie“, so formulierte es mal Angelika Eck. Als Frauenärztin und Sexualberaterin erlebe ich das seit Jahren in meiner Arbeit: Sexuelle Probleme haben häufig auch eine Beziehungsdimension, selbst wenn sie zunächst körperlich oder rein sexuell erscheinen.

Typische Beispiele sind:

• Unterschiedliches sexuelles Verlangen, bei dem sich ein Partner bedrängt und der andere zurückgewiesen fühlt.

• Nachlassende Lust oder Vermeidung von Nähe, oft nach Jahren ungelöster Konflikte oder Verletzungen.

• Schmerzen, Erektions- oder Orgasmusprobleme, die auch dann, wenn eine körperliche Ursache behandelt wird, Unsicherheit, Druck und Rückzug in der Beziehung auslösen können.

• Unausgesprochene Wünsche und Grenzen, über die ein Paar nicht mehr sprechen kann.

Deshalb biete ich Paartherapie an, immer ausgehend von einem sexuellen Anliegen. Dieser Einstieg ist konkret und für viele Paare leichter zu benennen als ein allgemeiner Beziehungskonflikt. Gemeinsam klären wir, welche persönlichen und partnerschaftlichen Faktoren eine Rolle spielen. Wenn eine körperliche Ursache im Raum steht, empfehle ich eine ärztliche Abklärung. Wenn sich zeigt, dass dahinter ein Paarkonflikt steht, bearbeiten wir auch diesen.

Mein paartherapeutisches Handwerk habe ich am kalifornischen Couples Institute von Ellyn Bader gelernt. Der Ansatz versteht Konflikte als Chance, dass sich beide Partner in der Beziehung weiterentwickeln.

Wechseljahre